BeGIN - News

Grundbildung

26.08.2019 - Projekt BeGIN

Die Berufsentwicklung im Bereich der Gebäudeinformatik (BeGIN) nimmt Formen an. Erste Resultate sind bereits sichtbar. Die Erarbeitung des Qualifikationsprofils wurde Ende Juni 2019 abgeschlossen und das SBFI hat den Arbeiten zugestimmt. Damit ist die erste wichtige Hürde zu einer zukunftsorientierten Grundbildung genommen und das Projekt BeGIN im Fahrplan.

Das Qualifikationsprofil ist das zentrale Instrument in der beruflichen Grundbildung. Es besteht aus dem Berufsbild, der Übersicht der Handlungskompetenzen und dem Anforderungsniveau. Basierend auf dem Qualifikationsprofil werden die Bildungsverordnung und der Bildungsplan erstellt. Die im Qualifikationsprofil beschriebenen Handlungskompetenzbereiche bilden zudem die Struktur der Ausbildung und der Qualifikationsverfahren. Konkret zeigt es auf, über welche Qualifikationen eine Gebäudeinformatikerin EFZ* oder ein Gebäudeinformatiker EFZ* verfügen muss, um den Beruf auf dem erforderlichen Niveau kompetent auszuüben. (*Die Berufsbezeichnung gilt als Arbeitstitel).

Zum Erarbeiten dieses Qualifikationsprofils waren zwei Workshops notwendig. Diese fanden am 30. April und am 23. Mai 2019 bei EIT.swiss (damals VSEI) in Zürich statt und wurden von Eva Heinimann, b-werk, moderiert. Mit dieser berufspädagogischen Begleitung erarbeiteten Branchenprofis aus den drei Sprachregionen die für die Praxis notwendigen Handlungskompetenzen. Dies sowohl für die gemeinsame Basisausbildung wie auch für jede der drei Fachrichtungen.

Informationen zum Bildungskonzept wurden bereits in der electrorevue 5/2019 veröffentlicht.

Das neue Berufsbild wird formuliert

Gebäudeinformatikerinnen EFZ und Gebäudeinformatiker EFZ koordinieren und installieren Systeme in den Bereichen Gebäudeautomation, Kommunikation und Multimedia (GKM-Systeme), einschließlich der entsprechenden Geräte, Komponenten und Netzwerke. Sie stellen die Verbindung dieser GKM-Systeme zu übergeordneten Managementsystemen sicher. Mit ihrem systemübergreifenden Know-how gewährleisten sie, dass Schnittstellen zu einer funktionierenden technischen Infrastruktur integriert werden. Sie sind spezialisiert in einer der drei Fachrichtungen Gebäudeautomation, Kommunikation und Multimedia, sowie Planung. Umfassende Kenntnisse in der Netzwerktechnik und im Bereich der IT-Sicherheit bilden die Basis ihrer Kompetenzen.

Nächste Schritte auf dem Weg zur neuen Grundbildung

Da jeder Beruf eine Bildungsverordnung (BiVo) und einen Bildungsplan hat, müssen im nächsten Schritt diese Bildungserlasse erarbeitet werden. Darin sind im Wesentlichen die Eckdaten, die Inhalte der Ausbildung an den Lernorten und das Qualifikationsverfahren definiert. So zum Beispiel:

  • Wie lange dauert die Grundbildung und welches ist die geschützte Berufsbezeichnung?
  • Wie wird die Ausbildungszeit auf die drei Lernorte (Betrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse) verteilt?
  • Welche Leistungsziele müssen an jedem Lernort ausgebildet werden um die geforderten Handlungskompetenzen zu erlangen?
  • Wie werden die Lektionen für den Fachunterricht an der Berufsfachschule für die einzelnen Handlungskompetenzbereiche verteilt?
  • Wie werden die überbetrieblichen Kurse organisiert und welche Inhalte werden wann ausgebildet?
  • Wie wird das Qualifikationsverfahren strukturiert und welche Bedingungen müssen erfüllt sein, um das eidgenössische Fähigkeitszeugnis EFZ zu erlangen?
  • Wann treten die Bildungserlasse in Kraft?

Ab September 2019 werden in Arbeitsgruppen wiederum Spezialisten der drei Fachrichtungen die geforderten Bildungserlasse erarbeiten. Diese Arbeit erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI. Das SBFI ist zuständig für den Inhalt der BiVo und die Trägerschaft EIT.swiss und ICT-Berufsbildung Schweiz für den Inhalt des Bildungsplans. Die Entwürfe der Bildungserlasse sollen im Januar 2020 in die brancheninterne Anhörung durch die Trägerschaft gehen. Am Ziel „Lehrbeginn August 2021“ wird mit Vollgas gearbeitet.

22.04.2019 - Ein neues Berufsbild für intelligente Gebäude

Seit Januar 2019 arbeiten der Verband Schweizerischer Elektro-Installationsfirmen (VSEI) und ICT-Berufsbildung Schweiz zusammen an einer neuen Grundbildung im Bereich der Gebäudeinformatik. Am 12. Februar 2019 hat das Staatssekretariat für Bildung, Forschung grünes Licht für diese zukunftsorientierte Berufsentwicklung gegeben.

Unter dem Projektnamen BeGIN (Berufsentwicklung Gebäudeinformatik) soll die Grundbildung Telematiker/in EFZ komplett überarbeitet werden. Die neue Grundbildung, die unter dem Arbeitstitel „Gebäudeinformatiker/in EFZ“ figuriert, soll vier Jahre dauern und modular aufgebaut sein. Die Lernenden des neuen Berufsbildes werden in den Bereichen Network und Security ausgebildet und können sich danach in einer der drei Fachrichtungen Kommunikation und Multimedia, Gebäudeautomation sowie Planung Gebäudeinformatik spezialisieren. Bei der Ausgestaltung der Grundbildung ist zudem geplant, den Anschluss an die höhere Berufsbildung sicherzustellen. Die Anforderungen um diesen Beruf erlernen zu können, werden vergleichbar sein mit jenen der Grundbildungen Telematiker/in EFZ oder Informatiker/in EFZ.

Erste Lernende ab 2021

Das Konzept für das neue Berufsbild wird jetzt in eine entsprechende Bildungsverordnung überführt, die per 1. Januar 2021 in Kraft gesetzt werden soll. Damit können voraussichtlich ab August 2021 die ersten Lernenden in der neuen Grundausbildung ausgebildet werden. Für die nächsten Schritte wollen der VSEI und ICT-Berufsbildung Schweiz weitere Organisationen der Arbeitswelt OdA‘s in die Entwicklung einbinden. In Arbeitsgruppen werden in den kommenden Monaten das Qualifikationsprofil des Berufsbildes weiter geschärft sowie die Inhalte der Bildungspläne und der Bildungsverordnungen erarbeitet. Geleitet werden die Arbeiten seitens VSEI von Daniel Schlienger und seitens ICT-Berufsbildung von Hansjörg Hofpeter.

Höhere Fachprüfung

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